2. März 2026

ROAS berechnen: Warum Ihr bester Kampagnenwert trotzdem Verlust bedeuten kann

Werner Strauch
Werner Strauch E-Commerce Consultant & CTO
Abstrakte Visualisierung von ROAS und Werbeumsatz-Metriken auf dunklem Hintergrund

Ihre Agentur schickt den Monatsbericht. ROAS 6,2. Smiley-Emoji. „Sehr gute Performance diesen Monat.”

Sie schließen den Bericht — und haben trotzdem das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.

Das Gefühl täuscht Sie nicht. Wenn Ihre Gewinnmarge 15 % beträgt, ist ROAS 6,2 kein Erfolg. Ihr Break-Even liegt bei 6,67. Sie haben mit jeder Kampagne Geld verloren — während der Bericht Partystimmung verbreitete.

Das ist kein Einzelfall. Es ist das teuerste Missverständnis im E-Commerce-Marketing: ein ROAS feiern, ohne zu wissen, ab wann er überhaupt Sinn ergibt.

Dieser Artikel zeigt Ihnen, was ROAS wirklich misst, welche Zahl Sie als erstes kennen müssen (nicht den ROAS — sondern Ihren Break-Even), warum der Kanal entscheidet ob ROAS 3 gut oder katastrophal ist — und was Ihr ROAS-Report Ihnen systematisch verschweigt.


Die Formel kennt jeder — aber fast niemand nutzt sie richtig

ROAS steht für Return on Advertising Spend — auf Deutsch: Werberendite. Er beantwortet eine einfache Frage: Wie viel Umsatz erziele ich pro eingesetztem Werbe-Euro?

ROAS = Werbe-Umsatz / Werbekosten

ROAS 4 heißt: Für jeden investierten Euro Werbung kommen 4 Euro Umsatz zurück. Klingt gut. Ist es aber nur, wenn Ihre Marge das hergibt — dazu gleich mehr.

ROAS berechnenberechnen
Ergebnis:

Faktor oder Prozent — zwei Schreibweisen, eine Aussage

Manche Berichte zeigen ROAS als Faktor (ROAS 5), andere als Prozentwert (ROAS 500 %). Beides ist dasselbe. Google Ads nutzt den Faktor, ältere deutsche Controlling-Tools oft den Prozentwert. Wenn Ihr Controlling von „ROAS 400 %” spricht, meint es ROAS 4.


Die Zahl, die Ihre Agentur Ihnen selten nennt: Ihr Break-Even-ROAS

Bevor Sie fragen „Ist mein ROAS gut?” — fragen Sie zuerst: Ab welchem ROAS verdiene ich überhaupt etwas?

Das ist Ihr Break-Even-ROAS. Er folgt direkt aus Ihrer Produktmarge:

Break-Even ROAS = 100 / Gewinnmarge (%)

Keine komplizierte Formel. Aber eine, die die meisten Shop-Betreiber nie aufgestellt haben — und die deshalb monatlich Geld kostet.

GewinnmargeBreak-Even ROASWas das bedeutet
60 %1,67Schon bei ROAS 1,7 im Plus
50 %2,00Break-Even bei ROAS 2
40 %2,50Break-Even bei ROAS 2,5
30 %3,33Break-Even erst bei ROAS 3,3
25 %4,00Break-Even bei ROAS 4
20 %5,00Break-Even erst bei ROAS 5
15 %6,67Break-Even erst bei ROAS 6,7
Break-Even ROAS berechnenberechnen
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Was ist ein guter ROAS? Die Antwort, die niemand hören will

„ROAS 4 ist ein guter Wert.” Diese Aussage hören Shop-Betreiber ständig — von Agenturen, aus Blogartikeln, in Webinaren. Sie ist falsch. Oder zumindest: kontextlos und damit wertlos.

Ein guter ROAS ist jeder Wert, der deutlich über Ihrem Break-Even-ROAS liegt — mit ausreichend Puffer für Retouren, Saisonschwankungen und Overheadkosten.

ROAS-NiveauWas es wirklich bedeutet
Unter Break-EvenSie zahlen drauf — jede Bestellung kostet Geld
Break-Even bis 1,5×Kosten gedeckt, kaum echter Gewinn übrig
1,5× bis 2× Break-EvenSolide — aber noch kein Grund zu feiern
Über 2× Break-EvenStarke Performance
Über 3× Break-EvenTop-Performer — skalieren Sie

Ein Shop mit 30 % Marge (Break-Even ROAS 3,33) und ROAS 6 performt exzellent. Ein Händler mit 15 % Marge (Break-Even ROAS 6,67) und ROAS 6 — verliert Geld.

Derselbe ROAS. Zwei völlig verschiedene Realitäten.


Was Ihr ROAS-Report verschweigt: Was pro Kanal wirklich realistisch ist

Nicht jeder Kanal spielt nach denselben Regeln. Wer ROAS 3 auf Meta mit ROAS 3 auf Google Search vergleicht, vergleicht Äpfel mit Wassermelonen.

KanalDurchschnittlicher ROAS 2025Was dahintersteckt
Google Search (branded)8–15×Eigene Marke — diese Klicks hätten Sie oft auch ohne Anzeige bekommen
Google Search (non-branded)3–6×Der stärkste Kanal für echte Neukundengewinnung
Google Shopping4–7×Hoher Kaufintent, direkter Produktbezug
Google Performance Max~2,5×Automatisiert, breite Streuung — ROAS klingt schwach, Volumen ist groß
Meta Retargeting3–5×Warme Zielgruppe — die leichtesten Conversions
Meta Prospecting1,5–3×Kalte Zielgruppe, steigende CPMs — hier wird oft Geld verbrannt
Amazon Ads5–8×Kaufintent am höchsten, aber Margen oft niedriger
TikTok Ads1,5–2,5×Plattform wächst, ROAS noch im Aufbau

Ihr Benchmarkvergleich nach Branche

ROAS-Ziele sind nicht branchenunabhängig. Was im Fashion-Segment solide ist, ist in der Elektronik-Branche mit niedrigen Margen bereits riskant.

BrancheTypischer ROAS-BereichWorauf Sie achten müssen
Fashion & Bekleidung3,0–4,3×Retourenquoten bis 40 % drücken Netto-ROAS massiv
Schmuck & Accessoires3,5–5,0×Hohe Margen erlauben aggressivere Budgets
Home & Living3,5–4,5×Saisonale Schwankungen einkalkulieren
Beauty & Kosmetik2,5–3,5×Meta-CPMs steigen seit Jahren — Marge wird enger
Gesundheit & Wellness2,0–3,0×Targeting-Einschränkungen durch Plattform-Policies
Consumer Electronics3,0–7,0×Bandbreite riesig — hängt fast nur an der Marge
Babyprodukte3,5–4,0×Loyale Käufer, aber enger Wettbewerb
Sport & Outdoor3,0–4,5×Q4 und Sommer laufen — Rest des Jahres kämpfen

Diese Zahlen sind Orientierung, keine Garantie. Ihr einziger verlässlicher Maßstab bleibt: Liegt mein ROAS über meinem Break-Even?


ROAS vs. ROI: Warum der Unterschied Sie täglich Geld kostet

Beide Kennzahlen klingen ähnlich. Sie messen fundamental verschiedene Dinge — und wer das verwechselt, trifft strukturell falsche Entscheidungen.

ROASROI
MisstEffizienz der WerbungRentabilität der gesamten Investition
ZählerUmsatzGewinn
NennerWerbekostenGesamte Investition
SchwächeIgnoriert Produktkosten komplettKomplexer zu berechnen

Konkretes Beispiel: ROAS 5, Marge 20 %.

  • Umsatz: 5.000 €
  • Werbekosten: 1.000 € (ROAS 5)
  • Warenkosten (80 %): 4.000 €
  • Verbleibender Gewinn: 0 €

ROI: 0 %. Die Kampagne hat sich exakt selbst finanziert — und keinen Cent Gewinn erzeugt. Der ROAS sah gut aus. Das Ergebnis nicht.

ROAS sagt Ihnen: War meine Werbung effizient? ROI sagt Ihnen: Hat mein Unternehmen damit Geld verdient? Für strategische Entscheidungen brauchen Sie immer beide.


KUR statt ROAS: Der deutsche Sonderfall, der Verwirrung stiftet

Wenn Sie mit deutschen Agenturen, Preisvergleichsportalen oder Controlling-Abteilungen arbeiten, stoßen Sie häufig auf einen Begriff, der in internationalen Marketing-Ressourcen kaum auftaucht: die Kosten-Umsatz-Relation (KUR).

KUR und ROAS messen exakt dasselbe — nur spiegelverkehrt:

  • ROAS = Umsatz ÷ Kosten → je höher, desto besser
  • KUR = Kosten ÷ Umsatz × 100 → je niedriger, desto besser

Wenn Ihre Agentur „KUR 20 %” meldet, meint sie ROAS 5. Wenn Idealo oder ein Marktplatz eine „Ziel-KUR von 15 %” verlangt, fordern sie ROAS 6,7.

KURROASInterpretation
10 %10×Exzellent
15 %6,7×Sehr gut
20 %Gut
25 %Solide
33 %Grenzwertig bei 33 % Marge
50 %Verlustzone bei Marge unter 50 %

Diese Tabelle sollte in jedem deutschen Shop-Controlling griffbereit sein.


Fünf Gründe, warum Ihr ROAS-Report Sie anlügt

Ein hoher ROAS ist kein Beweis für eine profitable Kampagne. Das sind die fünf Situationen, in denen ROAS systematisch täuscht — und die in den wenigsten Berichten stehen:

1. Jede Plattform bucht sich die Conversion selbst

Meta Ads wertet standardmäßig nach 7-Tage-Klick und 1-Tag-View-Through aus. Das heißt: Ein Nutzer sieht Ihre Anzeige, kauft fünf Tage später über Google organic — Meta zählt den Sale trotzdem. Google tut dasselbe. Im schlimmsten Fall wird ein einziger Kauf in drei Kanälen gleichzeitig als Conversion gebucht. Ihr aggregierter ROAS ist höher als die Realität.

2. Retouren existieren für ROAS nicht

Im Fashion-Segment mit 35 % Retourenquote sieht ROAS 6 großartig aus. Der echte Netto-ROAS nach Retouren liegt bei ~3,9×. Nutzen Sie, wo möglich, Netto-Umsatz als Berechnungsgrundlage — oder korrigieren Sie Ihren ROAS manuell um die Retourenquote.

3. Ihre Markenkampagne schönt alles

Branded Google-Search-Kampagnen konvertieren gut — weil diese Menschen bereits nach Ihnen gesucht haben. ROAS 12× auf branded sieht toll aus und drückt den Gesamtwert nach oben. Was verbirgt sich dahinter? Prospecting-Kampagnen mit ROAS 1,8×, die das Geschäft eigentlich antreiben sollen. Immer getrennt auswerten.

4. ROAS skaliert nicht — er bricht ein

ROAS 8 bei 500 € Monatsbudget. Dieselbe Kampagne bei 5.000 € Monatsbudget: ROAS 3,5. Das ist kein Zufall, das ist Physik. Mit wachsendem Budget sprechen Sie zwangsläufig weniger kaufbereite Zielgruppen an — und der ROAS fällt. Wer Skalierungsentscheidungen auf Basis des aktuellen ROAS trifft, ohne diese Degradation einzuplanen, verschwendet Budget.

5. Neukunden-ROAS und Bestandskunden-ROAS sind nicht dasselbe

Ein ROAS von 2 auf Neukunden-Akquise kann vollkommen richtig sein — wenn der Customer Lifetime Value dreifach höher ist als der erste Bestellwert. Subscription-Shops und Kategorien mit hoher Wiederkaufrate müssen den Erstbestellungs-ROAS und den CLV-adjustierten ROAS strikt trennen. Wer beides vermischt, stoppt Neukundenwachstum, das sich eigentlich rechnet.


Was bringt eine ROAS-Verbesserung konkret? Rechnen Sie es durch.

Umsatz-Potenzial durch ROAS-Steigerungberechnen
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Mehr Umsatz aus demselben Budget: 7 Hebel, die wirklich funktionieren

1. Den Break-Even-ROAS vor dem Kampagnenstart festlegen — nicht danach

Definieren Sie vor jedem Kampagnenstart: Bei welchem ROAS verdiene ich Geld? Das ist Ihr Mindest-ROAS. Erst dann hat ein Ziel-ROAS in Google Ads eine Grundlage. Ohne diesen Wert steuern Sie blind.

2. Kampagnen nach Produktmarge trennen — nicht nach Kategorie

Hoch- und niedrigmargige Produkte in derselben Kampagne zu mischen ist einer der teuersten strukturellen Fehler. Eine Kategorie mit 50 % Marge (Break-Even ROAS 2) und eine mit 15 % Marge (Break-Even ROAS 6,7) brauchen unterschiedliche Zielwerte — sonst finanzieren Ihre Bestseller die Verlustbringer quer.

3. Conversion-Rate im Checkout verbessern — das ist der schnellste ROAS-Hebel

Steigt die Checkout-Completion-Rate um 1 %, steigt Ihr ROAS — ohne dass ein weiterer Cent in Werbung fließt. Weil mehr Klicks zu Käufen werden. Die stärksten Hebel: Gastbestellung ermöglichen, alle Kosten früh zeigen, Mobile-UX auditieren.

4. Den Bestellwert erhöhen — ROAS folgt automatisch

ROAS = Umsatz / Werbekosten. Wenn ein Kunde statt 80 € plötzlich 120 € bestellt — bei denselben Klickkosten — steigt Ihr ROAS um 50 %. Upselling, Bundles, Freiversand-Schwelle: das sind keine UX-Spielereien, das sind direkte ROAS-Hebel.

5. Negative Keywords konsequent pflegen — Budget ist endlich

Jeden Monat verschwinden tausende Euro in Suchanfragen, aus denen niemals Käufe werden. Ein wöchentlicher Review der Google-Ads-Suchanfragen-Berichte und konsequentes Ausschließen von Streuverlust-Keywords ist oft der einfachste und schnellste Weg zu mehr ROAS — ohne jede Kampagnen-Umstrukturierung.

6. Ziel-ROAS in Google Ads erst aktivieren, wenn Sie genug Daten haben

Google Ads benötigt mindestens 15 Conversions in 30 Tagen für die Ziel-ROAS-Gebotsstrategie — die Praxisempfehlung liegt bei 50–100. Darunter beginnt eine Lernphase, in der das System schlecht performt. Viele Shops schalten Ziel-ROAS zu früh ein und wundern sich über Performance-Einbrüche, die sie selbst verursacht haben.

7. ROAS-Ziele saisonal anpassen — oder Budget verbrennen

Im Q4 steigen Conversion Rates — und erlauben höhere CPCs bei gleichem ROAS-Ziel. Im Januar fällt die Kaufbereitschaft strukturell. Wer im Januar denselben Ziel-ROAS ansetzt wie im November, wird Budget kürzen — genau dann, wenn es darum gehen würde, die richtigen Zielgruppen für Q2 aufzubauen. Saisonale ROAS-Ziele sind keine Kür. Sie sind Pflicht.


Häufige Fragen zu ROAS

Was ist ROAS und wie berechne ich ihn?

ROAS (Return on Advertising Spend) misst, wie viel Umsatz Sie pro eingesetztem Werbe-Euro generieren. Formel: ROAS = Werbe-Umsatz / Werbekosten. ROAS 5 bedeutet: Für jeden investierten Euro kommen 5 Euro Umsatz zurück. Wichtig: Umsatz ist nicht Gewinn — ob ROAS 5 profitabel ist, hängt vollständig von Ihrer Produktmarge ab.

Was ist ein guter ROAS für meinen Onlineshop?

Ein guter ROAS ist jeder Wert deutlich über Ihrem Break-Even-ROAS — und der hängt direkt von Ihrer Gewinnmarge ab: Break-Even ROAS = 100 / Marge (%). Bei 30 % Marge liegt Ihr Break-Even bei ROAS 3,33. Ein ROAS von 4 ist dann solide, ROAS 6+ stark. Bei 15 % Marge hingegen ist ROAS 6 gerade mal kostendeckend.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?

ROAS misst die Effizienz Ihrer Werbung: Umsatz geteilt durch Werbekosten. ROI misst die Rentabilität der gesamten Investition: Gewinn geteilt durch alle Kosten. Ein hoher ROAS garantiert keinen positiven ROI — bei dünner Marge kann ROAS 5 einen ROI von 0 % bedeuten. Für Entscheidungen über Budget und Skalierung brauchen Sie immer beide Kennzahlen.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und KUR?

KUR (Kosten-Umsatz-Relation) und ROAS messen dasselbe — spiegelverkehrt. ROAS = Umsatz / Kosten (höher = besser). KUR = Kosten / Umsatz × 100 (niedriger = besser). KUR 20 % entspricht ROAS 5. Der KUR-Begriff ist im deutschen E-Commerce-Controlling, bei Agenturen und auf Preisvergleichsportalen verbreitet. Wer die Umrechnung nicht kennt, redet aneinander vorbei.

Wie hoch sollte mein ROAS bei Google Ads sein?

Im deutschen E-Commerce liegt der durchschnittliche Google-Search-ROAS (non-branded) bei 3–6×. Google Shopping typischerweise 4–7×, Performance Max bei ~2,5×. Wichtiger als jeder Benchmark: Liegt Ihre Kampagne über Ihrem Break-Even-ROAS? Alles darunter ist Verlust, alles darüber Gewinn — unabhängig davon, was der Branchenschnitt sagt.

Warum schwankt mein ROAS so stark?

ROAS-Schwankungen haben fast immer einen dieser Gründe: (1) Saisonalität — Q4 ist strukturell stärker als Q1, (2) Lernphasen — neue Kampagnen oder Änderungen stören das Smart-Bidding, (3) Wettbewerb — steigende CPCs in der Auktion drücken die Effizienz, (4) Tracking-Lücken — iOS-Updates und Cookie-Ablehnung lassen Conversions verschwinden, (5) Skalierung — mehr Budget erreicht schwächere Zielgruppen.

Was ist der Ziel-ROAS in Google Ads?

Der Ziel-ROAS ist eine Smart-Bidding-Strategie, bei der Google Gebote automatisch anpasst, um Ihren durchschnittlichen ROAS nahe am Zielwert zu halten. Wichtig: Aktivieren Sie diese Strategie erst mit ausreichend Conversion-Daten — mindestens 50 besser 100 Conversions in 30 Tagen. Darunter riskieren Sie eine lange Lernphase mit massiven Performance-Einbrüchen.

Wie verbessere ich meinen ROAS ohne mehr Budget auszugeben?

Die schnellsten Hebel ohne Mehrbudget: (1) Checkout-Conversion verbessern — jeder Prozentpunkt mehr Abschlüsse erhöht direkt den ROAS, (2) Bestellwert steigern durch Upselling und Bundles, (3) Negative Keywords pflegen — weniger Streuverlust sofort, (4) Kampagnen nach Marge trennen — hochmargige Produkte aggressiver bewerben, (5) Branded und non-branded trennen — und non-branded-ROAS separat auswerten.


Fazit: Der einzige ROAS, der zählt, ist Ihr eigener Break-Even

ROAS 6 ist keine gute Zahl. ROAS 6 ist eine bedeutungslose Zahl — solange Sie nicht wissen, ob Ihre Marge 20 % oder 50 % beträgt.

Der gefährlichste Satz im E-Commerce-Marketing ist: „Unser ROAS ist gut.” Gut im Vergleich wozu? Zum Branchenschnitt? Zum Vormonat? Zur Kampagne vor zwei Jahren? Keiner dieser Vergleiche sagt Ihnen, ob Sie gerade Geld verdienen oder verlieren.

Der einzige Vergleich, der zählt: Ihr ROAS gegen Ihren Break-Even-ROAS.

Wer das verinnerlicht — und Kampagnen, Kanäle und Produktgruppen konsequent danach steuert — trifft bessere Budgetentscheidungen, skaliert profitabler und gibt seiner Agentur endlich eine Grundlage, an der er ihre Arbeit wirklich messen kann.


Quellenverzeichnis

  1. Triple Whale — „What’s a Good ROAS? 2025 Industry Benchmarks”. triplewhale.com/blog
  2. Upcounting — „Average eCommerce ROAS Dropped to 2.87 in 2025”. upcounting.com/blog
  3. Onramp Funds — „What Is a Good ROAS for eCommerce in 2025?”. onrampfunds.com
  4. Focus Digital — „Average ROAS for Google Ads 2025”. focus-digital.co
  5. Billo — „What Is a Good ROAS for Ecommerce? Benchmarks for Facebook, TikTok & More”. billo.app/blog
  6. Zweidigital — „ROAS vs KUR im Vergleich inkl. Rechner”. zweidigital.de
  7. Amortisat — „ROAS und andere Irrtümer im E-Commerce”. amortisat.de
  8. Google Ads Hilfe — „Ziel-ROAS Gebotsstrategie”. support.google.com/google-ads
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