Sie betreiben einen Shopify-Shop und wollen Großhändler, B2B-Partner oder Stammkunden mit anderen Preisen ansprechen als normale Endkunden? Dann kennen Sie das Problem: Eine fertige Ein-Klick-Lösung gibt es in Shopify nicht. Stattdessen gibt es vier Wege, die sich in Aufwand, Kosten und Eignung erheblich unterscheiden. Wer den falschen wählt, zahlt später, in Form von App-Abhängigkeiten, manuellen Fehlern oder einer Shopify-Plus-Rechnung, die niemand wollte.
Dieser Leitfaden zeigt, welche Methode für Shopify verschiedene Preise für Kunden wann passt, was seit 2024 anders ist, und wo Händler regelmäßig Fehler machen.
Shopify Kundengruppen-Preise: Wofür braucht man das eigentlich?
Bevor wir in die Technik gehen, kurz zur Frage, warum das Thema so häufig auftaucht.
Im B2B-Handel ist es Standard, dass Wiederverkäufer andere Preise bekommen als Endkunden. Shopify B2B-Preise liegen typischerweise 20 bis 40 Prozent unter dem Listenpreis, manchmal mehr. Das abzubilden, ohne den regulären Shop anzufassen, ist technisch nicht trivial.
Dasselbe gilt für Staffelpreise: Wer ab 10 Stück günstiger kaufen kann, kauft häufig mehr. Shopify Mengenrabatte und Shopify Staffelpreise steigern den Durchschnittsbestellwert im B2B so zuverlässig, dass ich sie in keinem B2B-Shopkonzept weglasse.
Dazu kommen VIP-Programme, bei denen Shopify Kundengruppenrabatte für Stammkunden den Customer Lifetime Value ohne zusätzliche Akquisitionskosten verbessern. Oder Reseller-Strukturen, bei denen Shopify Großhandel-Preise für autorisierte Distributoren sauber vom Endkundengeschäft getrennt sein müssen.
Die richtige Methode hängt von drei Faktoren ab: Ihrem Shopify-Plan, der Anzahl der Preisgruppen, und wie der Preis im Shop erscheinen soll, auf der Produktseite oder erst im Checkout. Darüber entscheidet die folgende Übersicht.
Die 4 Methoden für Shopify verschiedene Preise für Kunden im Vergleich
| Methode | Geeignet für | Shopify Plan | Technische Hürde | Monatliche Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Native B2B-Preislisten (Kataloge) | B2B, Großhandel, Unternehmenskunden | Basic, Grow, Advanced, Plus | Niedrig | 0 € (inkl. im Plan) |
| Kundentags + automatische Rabatte | VIP, Stammkunden, einfache Gruppen | Alle Pläne | Sehr niedrig | 0 € |
| Shopify Apps für Kundengruppen | Staffelpreise, komplexe Strukturen | Alle Pläne | Niedrig bis Mittel | 15–80 €/Monat |
| Custom Liquid Code | Hochkomplexe Anforderungen | Alle Pläne | Hoch (Entwickler) | Einmalig 500–5.000 € |
Seit 2024 hat Shopify die nativen B2B-Preislisten für alle kostenpflichtigen Pläne geöffnet, nicht mehr nur für Shopify Plus. Das verändert die Kalkulation für viele Shops grundlegend, weil eine kostenpflichtige App in vielen Fällen überflüssig wird.
Methode 1: Native Shopify B2B-Preislisten und Kataloge einrichten
Shopify B2B-Kataloge sind die direkte Bordmittel-Lösung für Shopify verschiedene Preise für Kunden. Seit dem Update 2024 auf Basic, Grow, Advanced und Plus verfügbar.
Was Shopify B2B-Preislisten können
Im Shopify Admin heißen sie “Kataloge”. Sie legen einen Katalog an, hinterlegen darin spezifische Preise oder prozentuale Rabatte, und weisen ihn einer Unternehmenskundschaft zu. Alle mit diesem Unternehmen verknüpften Käufer sehen beim Login automatisch ihre Shopify Kundengruppen-Preise, ohne dass der Endkundenshop davon betroffen ist.
Was die nativen Shopify B2B-Kataloge können:
- Festpreise pro Produkt oder Variante, oder prozentualer Rabatt auf das gesamte Sortiment
- Mengenregeln: Mindestbestellmengen und Schrittmengen pro Produkt (etwa nur in 6er-Paketen)
- Bis zu 3 aktive Kataloge auf Standard-Plänen, unbegrenzt auf Shopify Plus
- Maximal 25 Kataloge pro Unternehmensstandort
- Zahlungsbedingungen wie Net 30 oder Net 60 lassen sich direkt hinterlegen
Shopify B2B-Katalog einrichten: Die vier Schritte
Im Shopify Admin unter Kunden gibt es seit dem Update den Bereich Unternehmen. Dort legen Sie das B2B-Unternehmen mit Standort, Ansprechpartner und E-Mail-Adresse an.
Dann unter Produkte > Kataloge einen neuen Katalog erstellen. Shopify fragt, ob der Preis als Fixpreis, als prozentualer Rabatt auf den Publikationspreis oder als Preis-Markup definiert wird.
Den Katalog anschließend mit dem Unternehmen verbinden. Ab sofort sehen alle Mitarbeiter dieses Unternehmens mit Login-Zugang ihre Shopify Kundengruppen-Preise automatisch.
Für echte B2B-Workflows lohnt es sich, Zahlungsbedingungen direkt im Kundenprofil zu hinterlegen. Net 15, Net 30 und Net 60 unterstützt Shopify nativ.
Was native Shopify B2B-Preislisten nicht können
Shopify B2B-Kataloge decken einfache bis mittlere B2B-Strukturen gut ab. Was fehlt: Staffelpreise, bei denen der Preis ab Menge 10, 25 oder 50 Stück sinkt, automatische Kundengruppen-Zuweisung über Tags, und tiefe ERP-Anbindungen ohne Middleware. Für diese Anforderungen kommen Methode 3 und 4 ins Spiel.
Methode 2: Shopify Kundentags und automatische Rabatte
Der einfachste Weg für Shopify Kundengruppenrabatte: automatische Rabatte kombiniert mit Kundentags. Kein App-Budget, kein Entwickler, funktioniert auf allen Shopify-Plänen.
Wie Shopify Kundentags für Preisgruppen funktionieren
Jedem Shopify-Kundenprofil lassen sich beliebige Tags zuweisen, zum Beispiel vip, grosshandel oder reseller. Im Shopify Admin unter Rabatte > Automatischer Rabatt erstellen Sie dann einen Rabatt, der auf Kunden mit einem bestimmten Tag angewendet wird. Der Abzug passiert beim Checkout automatisch, ohne Code-Eingabe.
Der Nachteil: Im Shop selbst sehen Kunden zunächst den regulären Preis. Der Rabatt erscheint erst im Warenkorb oder Checkout. Für echte Shopify B2B-Preise, bei denen der günstigere Preis bereits auf der Produktseite sichtbar sein soll, taugt diese Methode nicht.
Tags kombiniert mit Liquid-Anpassungen
Mit einer kleinen Liquid-Anpassung lässt sich der rabattierte Preis bereits auf der Produktseite anzeigen, wenn der Kunde eingeloggt ist und den Tag trägt. Das ist eine gängige Lösung für Shopify Großhandel-Setups, bei denen die Preisstruktur überschaubar bleibt.
Methode 3: Shopify Apps für Kundengruppen-Preise
Apps sind die flexibelste Lösung für komplexe Shopify Kundengruppen-Preise. Besonders wenn Sie Staffelpreise, Mengenrabatte oder mehr als drei Preisgruppen gleichzeitig abbilden wollen.
Die relevanten Apps für Shopify Preise nach Kundengruppe
| App | Stärken | Staffelpreise | B2B-Kataloge | Preis/Monat |
|---|---|---|---|---|
| Wholesale Pricing Discount B2B | Kundentags, %-Rabatte, feste Preise | Ja | Ja | ab 19 $ |
| Wholesale Club | Einfaches Setup, VIP-Gruppen | Eingeschränkt | Nein | ab 49 $ |
| Bold Custom Pricing | Tiefe Preisregeln, ERP-Integration | Ja | Ja | ab 20 $ |
| Quantity Breaks & Discounts | Shopify Mengenrabatte, Bundles | Ja | Nein | ab 15 $ |
| SparkLayer B2B | Vollständiges B2B-Storefront | Ja | Ja | ab 49 $ |
Meine Einschätzung nach Szenario: Für einfache Shopify Kundengruppenrabatte mit zwei bis vier Gruppen und prozentualen Abschlägen ist Wholesale Pricing Discount B2B erprobt und gut dokumentiert. Wer vor allem Shopify Staffelpreise mit variabler Mengenlogik braucht, liegt mit Quantity Breaks & Discounts besser. Ein vollständiges B2B-Storefront mit eigenem Login-Bereich und Shopify Großhandel-Preisen bietet SparkLayer.
Wann Apps die bessere Wahl gegenüber nativen Shopify Preislisten sind
Apps lohnen sich, wenn Sie mehr als drei Preisgruppen mit eigenen Shopify Kundengruppen-Preisen benötigen, wenn Shopify Staffelpreise nach Menge das Kernthema sind, wenn der Preis auf der Produktseite (nicht erst im Checkout) sichtbar sein soll, oder wenn die Shopify ERP-Anbindung automatisierte Preissynchronisation erfordert.
Methode 4: Liquid Code für individuelle Shopify Preisanpassungen
Custom Liquid ist die technisch aufwendigste Methode, bietet aber maximale Kontrolle bei Shopify verschiedene Preise für Kunden. Sie kommt in Frage, wenn weder native Shopify B2B-Preislisten noch Apps die Anforderungen abdecken.
Wie Custom Liquid für Shopify Preise funktioniert
In Shopify Liquid lässt sich über customer.tags abfragen, welchem Tag ein eingeloggter Kunde zugeordnet ist, und dann ein anderer Preis ausgegeben werden. Das Grundmuster:
{% if customer.tags contains 'grosshandel' %}
<span class="price">{{ product.metafields.custom.wholesale_price | money }}</span>
{% else %}
<span class="price">{{ product.price | money }}</span>
{% endif %}
Die Großhandelspreise werden dabei als Metafelder pro Produkt hinterlegt oder über eine externe Preislogik (API) bereitgestellt.
Wichtig: Die Liquid-Methode ändert den angezeigten Preis im Frontend, nicht den tatsächlichen Checkout-Preis. Dafür brauchen Sie Shopify Functions oder Scripts, was Entwickler-Know-how voraussetzt.
Für komplexe Projekte, die über einfache Tag-Checks hinausgehen, ist eine spezialisierte Shopify-Agentur der sinnvollere Weg. Der Aufwand lohnt sich, wenn Sie Shopify langfristig skalieren wollen und eine stabile Preislogik ohne App-Abhängigkeit bevorzugen.
Shopify Staffelpreise und Mengenrabatte einrichten
Shopify Staffelpreise funktionieren nach dem Prinzip: Je mehr bestellt wird, desto günstiger der Stückpreis. Shopify Mengenrabatte sind einer der zuverlässigsten Hebel für höhere Bestellwerte im B2B.
Die drei Wege zu Shopify Staffelpreisen
Die nativen B2B-Kataloge unterstützen Mindest- und Schrittmengen, aber keine echten Preisstaffelungen, bei denen der Preis ab einer bestimmten Menge fällt. Das ist eine bekannte Lücke, die Shopify bisher nicht nativ geschlossen hat.
Über Apps wie Quantity Breaks & Discounts oder Wholesale Pricing Discount B2B lassen sich klassische Shopify Mengenrabatte vollständig abbilden. Eine typische Konfiguration sieht so aus:
- Ab 1 Stück: 50,00 €
- Ab 10 Stück: 45,00 € (10 % Shopify Staffelrabatt)
- Ab 25 Stück: 42,50 € (15 % Shopify Staffelrabatt)
- Ab 50 Stück: 40,00 € (20 % Shopify Staffelrabatt)
Für Shopify-Plus-Händler ermöglichen Shopify Functions programmatische Preislogik direkt im Checkout, ohne App-Schicht und ohne Performance-Einbußen.
Interaktiver Shopify Staffelpreis-Rechner
Berechnen Sie, wie viel Ihr B2B-Kunde bei Shopify Mengenrabatten auf dieser Bestellung spart:
Shopify B2B-Margenrechner: Marge prüfen, bevor Sie Preise festlegen
Bevor Shopify Kundengruppen-Preise live gehen, sollten Sie wissen, was nach dem B2B-Rabatt noch übrig bleibt. Gerade bei Shopify Großhandel-Preisen ist ein zu großzügiger Rabatt der häufigste strategische Fehler.
Faustregel: Eine B2B-Bruttomarge unter 15 Prozent ist für die meisten physischen Produkte riskant, weil Fulfillment, Retouren und Kundenbetreuung die Restmarge auffressen. Planen Sie Shopify B2B-Preise so, dass mindestens 20 Prozent Bruttomarge nach dem Rabatt verbleiben.
Wie sich diese Pricing-Entscheidungen auf den Customer Lifetime Value Ihrer B2B-Kunden auswirken, ist die strategisch wichtigere Frage dahinter.
Shopify Plus oder Standard: Was Sie wirklich für B2B-Preise brauchen
Brauche ich Shopify Plus für Shopify B2B-Preise? Die Antwort hat sich 2024 verändert.
| Funktion | Basic / Grow / Advanced | Shopify Plus |
|---|---|---|
| Native B2B-Preislisten (Kataloge) | Ja, max. 3 aktive Kataloge | Ja, unbegrenzt |
| Shopify Staffelpreise nativ | Nein (App erforderlich) | Ja, via Functions |
| Mengenregeln pro Produkt | Ja | Ja |
| Zahlungsbedingungen (Net 30/60) | Ja | Ja |
| B2B-spezifischer Checkout | Nein | Ja (eigene Checkout-Logik) |
| Shopify Functions (Custom Pricing) | Nein | Ja |
| Mehrere Standorte pro Unternehmen | Ja | Ja |
| API-Zugriff auf B2B-Objekte | Begrenzt | Vollständig |
| Monatliche Kosten | 29–299 € | ab 2.000 € |
Für die meisten mittelständischen B2B-Shops im DACH-Raum reicht die Standard-Shopify-Variante mit einer App aus. Shopify Plus lohnt sich, wenn Sie mehr als drei Shopify Preislisten gleichzeitig aktiv benötigen, komplexe Checkout-Logik via Functions umsetzen wollen, oder das B2B-Volumen den Plansprung trägt. Als Richtwert: ab rund 250.000 Euro monatlichem B2B-Umsatz ist die Rechnung oft positiv.
Wer Shopify für größere B2B-Volumina einsetzt, stellt sich früher oder später die Frage nach der Shopify ERP-Integration, um Shopify Kundengruppen-Preise automatisch aus dem zentralen System zu synchronisieren.
Shopify Preise für nicht eingeloggte Besucher ausblenden
Manchmal sollen Preise für anonyme Besucher gar nicht sichtbar sein. Das ist relevant für reine B2B-Shops oder Großhandelsportale.
Shopify Preise verstecken: So funktioniert es
Mit einer Liquid-Anpassung im Theme wird der Preisbereich für nicht eingeloggte Nutzer durch einen Login-Hinweis ersetzt:
{% if customer %}
<span class="price">{{ product.price | money }}</span>
{% else %}
<p>Preis nur für angemeldete Kunden sichtbar. <a href="/account/login">Jetzt einloggen</a></p>
{% endif %}
Das lässt sich mit den Shopify B2B-Katalogen kombinieren: Eingeloggte Endkunden sehen den Listenpreis, eingeloggte B2B-Kunden ihren Shopify Kundengruppen-Preis aus dem zugewiesenen Katalog.
Häufige Fehler bei Shopify Kundengruppen-Preisen
Dieselben Probleme tauchen immer wieder auf. Hier die fünf, die mir am häufigsten begegnen.
Katalog zugewiesen, aber Preis erscheint nicht. Ursache ist fast immer, dass der Unternehmenskontakt nicht als “Käufer” mit Login-Zugang eingerichtet wurde. Unternehmen und Kontakte müssen explizit mit Shopify-Zugängen verknüpft werden.
App-Rabatt stapelt sich ungewollt mit automatischem Rabatt. Shopify verarbeitet automatische Rabatte zuerst, dann App-Rabatte. Wenn beides parallel läuft, können Rabatte sich addieren. Immer im Checkout testen, bevor Sie Kunden freischalten.
Shopify Staffelpreise gelten für alle Kunden, nicht nur für B2B. Bei App-basierten Staffelpreisen ohne Kundentag-Filter sehen alle Besucher die Mengenstaffelungen. Den Filter in den App-Einstellungen explizit konfigurieren.
ERP-Preise werden manuell gepflegt. Wer Shopify Preislisten von Hand aktualisiert, sobald das ERP eine Änderung auslöst, macht früher oder später einen Fehler. Eine ERP-Shopify-Integration mit automatischer Preissynchronisation ist mittelfristig günstiger als der Aufwand.
B2B-Rabatt gesetzt, ohne die Marge zu prüfen. Der häufigste strategische Fehler. Verwenden Sie den Margenrechner weiter oben, bevor Preislisten aktiviert werden.
Welche Methode passt zu Ihnen?
Vier Fragen bringen Klarheit:
-
Wie viele Kundengruppen mit eigenen Shopify Preisen benötigen Sie? Bis drei: native Kataloge. Mehr als drei: App oder Shopify Plus.
-
Soll der Shopify Kundengruppen-Preis bereits auf der Produktseite sichtbar sein? Ja: App oder Custom Liquid. Checkout-Rabatt reicht: native automatische Rabatte.
-
Brauchen Sie Shopify Staffelpreise, bei denen der Preis ab Menge X sinkt? Ja: App oder Shopify Plus Functions. Nein: native Kataloge mit Mengenregeln reichen.
-
Haben Sie ein ERP-System, das Preise zentral verwaltet? Dann lohnt sich ein Shopsystem-Vergleich für B2B, bevor Sie in technische Infrastruktur investieren.
Häufige Fragen zu Shopify verschiedene Preise für Kunden
Kann ich in Shopify verschiedene Preise für verschiedene Kunden einrichten?
Ja. Shopify bietet dafür vier Methoden: native B2B-Preislisten (Kataloge), automatische Rabatte mit Kundentags, Apps für Kundengruppen-Preise und Custom Liquid Code. Native Shopify B2B-Kataloge sind seit 2024 auf allen kostenpflichtigen Plänen verfügbar, ohne Shopify Plus.
Brauche ich Shopify Plus für B2B-Preise und Großhandelspreise?
Nicht mehr zwingend. Shopify B2B-Preislisten gibt es seit 2024 auf Basic, Grow und Advanced mit bis zu drei aktiven Katalogen. Shopify Plus wird relevant, wenn Sie mehr als drei parallele Kataloge, Shopify Staffelpreise via Functions oder einen vollständig angepassten B2B-Checkout benötigen.
Wie viele verschiedene Shopify Preislisten kann ich erstellen?
Auf Standard-Plänen (Basic, Grow, Advanced) maximal drei aktive Kataloge gleichzeitig. Auf Shopify Plus ist die Anzahl unbegrenzt. Pro Unternehmensstandort können maximal 25 Kataloge zugewiesen werden.
Was kosten Apps für Shopify Kundengruppen-Preise?
Die meisten etablierten Apps für Shopify Kundengruppenrabatte kosten 15 bis 80 Euro pro Monat. Quantity Breaks & Discounts beginnt bei 15 Euro, SparkLayer als vollständige B2B-Suite ab 49 Euro. Die meisten bieten 7 bis 14 Tage kostenlose Testphase.
Wie richte ich Shopify Staffelpreise ein?
Native Staffelpreise unterstützt Shopify auf Standard-Plänen nicht direkt. Sie brauchen entweder eine App oder Shopify Plus mit Functions. Die App-Konfiguration ist auch ohne Entwicklerkenntnisse in 30 bis 60 Minuten machbar.
Kann ich Shopify Preise für nicht eingeloggte Besucher ausblenden?
Ja, über eine Liquid-Anpassung im Theme. Der Preisbereich wird durch einen Login-Hinweis ersetzt. Google crawlt Seiten als anonymer Nutzer, Produkte ohne sichtbaren Preis fallen aus Google Shopping heraus.
Wie synchronisiere ich Shopify B2B-Preise mit meinem ERP?
Shopify bietet eine API für B2B-Kataloge und Preislisten. Für automatische Synchronisation empfehlen sich spezialisierte Middleware-Lösungen oder native ERP-Shopify-Konnektoren. Eine Übersicht der gängigen Systeme im DACH-Raum finden Sie in unserem Shopify Warenwirtschaft-Vergleich.
Können verschiedene Shopify Preise mit Discount Codes kombiniert werden?
Ja, aber mit Vorsicht. Shopify verrechnet automatische Rabatte vor manuellen Codes. Die Kombination beider Typen kann unbeabsichtigt zu übergroßen Gesamtrabatten führen. Immer im Checkout testen, bevor Sie Kunden freischalten.
Fazit
Die technisch einfachste Entscheidung ist meistens auch die richtige: native Shopify B2B-Kataloge, wenn Sie bis zu drei Preisgruppen brauchen. App, wenn Staffelpreise oder mehr Gruppen nötig sind. Shopify Plus nur, wenn das Volumen und die Checkout-Anforderungen es wirklich rechtfertigen.
Was ich in der Praxis immer wieder sehe: Shops, die zu früh zu Shopify Plus wechseln, weil jemand “B2B” gehört hat. Und Shops, die mit manuell gepflegten Preislisten in einem Excel-Chaos enden, weil die ERP-Anbindung zu lange hinausgezögert wurde.
Die Customer Journey Ihrer B2B-Kunden beginnt nicht beim Preis, sondern beim Vertrauen. Shopify Kundengruppen-Preise sind ein Baustein davon, kein Selbstzweck.
Wenn Sie unsicher sind, welche Lösung für Ihren Shopify-Shop die richtige ist, oder Shopify B2B-Preise mit einer ERP-Anbindung kombinieren wollen, sprechen Sie mich gerne direkt an. Ein 30-minütiges Gespräch zeigt in der Regel, welcher Weg der kürzeste ist.
Shopify Kundengruppen-Preise zu implementieren ist eine Stunde Arbeit. Sie richtig in die Gesamtstrategie einzubetten, damit sie den Umsatz treiben und die Marge schützen, das ist die eigentliche Aufgabe.
Quellen
- Shopify Help Center: B2B-Kataloge erstellen und verwalten — Offizielle Dokumentation zu Shopify B2B-Preislisten, Kataloglimits und Mengenregeln.
- Shopify Help Center: Mengenstaffelung in B2B-Katalogen — Dokumentation zu Quantity Pricing Rules in nativen Katalogen.
- Shopify Blog: B2B Pricing Strategy — Strategische Grundlagen und Daten zur Self-Service-Order-Steigerung von 33 % bei B2B-Händlern.
- Shopify Help Center: Zahlungsbedingungen für B2B-Kunden — Net 30/60-Konfiguration in Shopify.
- Shopify Help Center: Shopify Functions — Dokumentation zu programmatischer Preislogik im Checkout für Shopify Plus.
- Shopify App Store: Wholesale Pricing Discount B2B — App-Seite mit Funktionsübersicht und aktuellen Preisplänen.
- Shopify App Store: Quantity Breaks & Discounts — App-Seite für Staffelpreise und Mengenrabatte.
- Shopify App Store: SparkLayer B2B — Vollständige B2B-Storefront-Lösung mit Käufer-Portal.
- Shopify Liquid-Dokumentation: customer.tags — Referenz zur Tag-basierten Preislogik in Liquid-Templates.